Für die Veröffentlichung von Bildern (z.B. hier auf dieser Homepage) benötigt der Bildautor/Fotograf einen sogenannten Modelvertrag (Modelrelease).
Kurz gesagt handelt es sich hier um einen Vertrag zwischen dem Bildautor/Fotografen und der abgebildeten Person (das Model), in dem die Rechteübertragung an den Bildautor/Fotografen für die Veröffentlichung und Verbreitung dieser Bilder rechtsverbindlich vereinbart wird.
Es versteht sich von selbst, dass bei minderjährigen Models eine Einverständniserklärung der Eltern (bzw. des/der Erziehungsberechtigten) vorliegen muss.
Anmerkung: Weiteres existiert ein sogenannter Property Release. Dieser regelt ebenfalls die Rechteübertragung an den Fotografien, allerdings sind die "Models" hier Sachen/Dinge, die sich im Besitz von Privatpersonen befinden (hierzu zählen auch Tiere).
Eine Sedcard enthält alle wichtigen Informationen über das Model. Für Interessierte Fotomodelle (oder solche, die es noch werden wollen) - vgl. Wikipedia (01/09):
Branchenüblich erfolgt die offizielle Präsentation eines Modells anhand eines Modelbooks sowie mit einer sogenannten Sedcard (in korrektem Englisch eigentlich: Zed Card oder auch Sed Card bzw. auf Deutsch: Sed-Karte). Dieses Verfahren hat sich weltweit durchgesetzt. Heute erwarten alle etablierten Modelagenturen von ihren Bewerbern die Vorlage von professionellen Fotos für ihre Modellkartei. Besonders die renommierten Topagenturen akzeptieren keine Amateurbilder. In der Regel muss das Modell der Agentur eine fertige Sedcard oder zumindest professionelle Bilder vorlegen. Um diesen hohen Anfangsbedingungen zu genügen, müssen sich Anfänger und Semiprofis in der Regel selbst um die Erstellung hochwertiger Bilder für eine Sedcard oder das Modelbook bemühen, um diese dann den kritischen Agentur-Scouts vorzulegen zu können. Nur bei herausragend gutem Aussehen finanziert die Agentur von sich aus für den Newcomer die Produktion professioneller Fotos.
Benannt sind Sedcards nach dem Erfinder Sebastian Sed, dem Geschäftsführer (mit Teilhaberin Dorothea Parker) der britischen Modellagentur Parker-Sed. Diese war in den 1960er Jahren mit Büros unter anderem in Hamburg und New York City als eine der ersten Agenturen auf vielen Kontinenten tätig. Zur Vereinfachung von Auswahl und Buchung der internationalen Modelle entwickelte Sebastian Sed eine überzeugende Standardisierung, die rasch auch von anderen Agenturen angewandt wurde. Durch seine kleine „Erfindung“ ist Sebastian Sed nicht reich geworden; die Agentur Parker-Sed wurde 1993 geschlossen. Die SedCard aber ist geblieben. In den USA sprach man Sebastian Seds Nachnamen stets als „Zed“ aus (englisches „Z“ gesprochen als weiches „S“). So entstanden die Bezeichnungen Zed Card oder Sed Card. Die international gebräuchlichste Bezeichnung lautet Comp Card. Häufig wird „Sedcard“ auch unrichtig als „Setcard“ (mit „t“) geschrieben, fälschlich abgeleitet von Filmset oder Fotoset. Eine andere irreführende Erklärung verweist auf sed als Kurzform des englischen Verbs to seduce = verführen. Die Sed-Karte oder Portfolio-Mappe soll einen generellen Überblick verschaffen. Die Agentur-Scouts wünschen daher mehrere Aufnahmen mit sehr unterschiedlichem Look in abwechslungsreichen Outfits an verschiedenen Orten. Die schwarz-weißen und farbigen Fotos sollen die komplette Persönlichkeit des Modells präsentieren und sowohl Gesichtsbilder als auch Ganzkörperfotos umfassen. Je nach gewünschtem Einsatzbereich zeigt das Model seine besonders vorteilhaften Seiten in verschiedenen Perspektiven, beispielsweise das Gesicht, die Frisur, die Hände oder Füße oder auch den ganzen Körper.